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Forschung

R&D-Gap: 129 Mrd. Euro für Forschung — wo bleiben die Startups?

Deutschland investiert mehr als jedes andere europäische Land in F&E. Doch die Übersetzung in Startups hinkt. Eine Analyse — und was sich ändern muss.

15. November 20256 Min. LesezeitVon Leonardo Bornhäußer

Deutschland gibt Milliarden für Ideen aus, die nie zu Unternehmen werden. 2023 erreichten die öffentlichen und privaten F&E-Investitionen rund 129 Milliarden Euro — etwa 3,1 % des BIP, das höchste absolute F&E-Volumen in Europa und über dem EU-Durchschnitt.

Die frühunternehmerische Aktivität in Deutschland bleibt etwa halb so hoch wie in den USA — obwohl beide Länder Innovationsführer sind.

Die Gender-Gap in der Gründungsfinanzierung

Die Lücke wird noch größer, wenn es um Frauen geht. Nur 4 % der geförderten Startups hatten rein weibliche Gründungsteams, nur 10 % der geförderten Gründer:innen waren Frauen — beide Zahlen sind rückläufig. Dabei zeigen Studien von McKinsey und BCG: Diverse Teams sind innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher.

Was sich ändern muss

Wenn wir den echten Return on Germanys F&E-Führerschaft freischalten wollen, brauchen wir mehr als Labore und Patente. Wir brauchen mehr Spin-offs, gezielte Unterstützung und Fördermittel für weiblich geführte und diverse Gründungsteams und Programme, die aktiv nach diesem Potenzial suchen — statt Diversity als „nice to have" zu behandeln.

Bei Creativate AI Studio setzen wir genau hier an: als Deep-Tech-Startup mit einem bewusst diversen Gründungsteam, das aus der Forschung heraus echte Produkte baut. Die Ideen und das Talent sind da. Jetzt liegt es an uns — als Gründer:innen, Investor:innen, Corporates und Policymaker — sie mit Chancen zu verbinden.

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